O.D. Rennfahrer Waldemar Osthaus  
(von Thomas Beutel)

Am 14.12.1901 wird Waldemar Ernst Osthaus in Hagen (Nordrhein-Westfalen) geboren.

Sein Vater, Dr. Karl Ernst Osthaus,  ist einer der letzten Mäzene des 20. Jahrhunderts (Industrieller, Kunsthistoriker und Philosoph),
seine Mutter (Gertrud Maria Luise geb. Colsman ) die Tochter eines Großindustriellen.

 Er hat noch 4 Geschwister, 2 Brüder und 2 Schwestern. Osthaus kommt vermutlich nach Dresden um zu studieren.

 

Sein Motorrad war eine O.D. mit einen 2 Zylinder MAG Frankoni 1000ccm Motor
(sehr selten)

Schon seit Beginn der Saison 1927 wurde er vom Pech verfolgt es handelte sich aber um harmlose Zwischenfälle,
in der zweiten Hälfte der Saison  hatte er eine recht stattliche Reihe an Erfolgen.

So errang am 24.07.27 beim Gabelbachrennen den 2.Platz und am 14.08.27 beim Pöhlbergrennen ebenfalls den 2. Platz.

Am 28.08.27 zum 4. Großen Dreiecksrennen des Dresdner Motorrad Clubs, wollte Osthaus mit Seitenwagen starten.
Sachverständige Freunde rieten ihm ab, da er und sein Beifahrer zu wenig Erfahrung hatten und wenig aufeinander eingespielt waren.
Obwohl seine Maschine kurz vorher beschädigt wurde und er mit einen geschweißten Kolben startete, weil ein neuer aus der Schweiz nicht rechtzeitig kam fuhr er, weil er keine Hindernisse kannte!

In der ersten, noch bergan steigenden Kurve nach Grillenburg hebt es den Seitenwagen an und er stürzt.
Er stürzt so unglücklich das er mit mehrfach gebrochenen Bein und inneren Verletzungen ins Freiberger Krankenhaus gebracht werden muss.

Sein Beifahrer kann sich von der Maschine lösen und kommt mit leichten Blessuren davon. Auch zwei Zuschauer werden verletzt, die sich unerlaubt im Straßengraben aufhalten.

                 

Unfallbilder vom Grillenburger Dreieck 1927

Waldemar Osthaus stirbt am Nachmittags des 29.08.1927 an seinen inneren Verletzungen im Freiberger Krankenhaus.

Der Sport und vor allem der Bezirk II des Gaues Ostsachsen des ADAC verliert einen seiner besten und schneidigsten Rennfahrern, den alles um Haupteslänge überragenden Waldemar Osthaus.

Seine Kameraden vom Dresdner Motorradklub benannten 1928 die Unglückskurve in Gedenken an ihn in Osthauskurve.

Quellen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Ernst_Osthaus
http://www.nrw-museum.de/renger-patzsch-albert.html

http://baseportal.de

Die Genehmigung zur Veröffentlichung der Bilder liegt dem Autor vor.